Verlust des Gleichgewichts, Unsicherheit beim Gehen oder Angst, sich allein in der Wohnung zu bewegen – das sind Situationen, die bei älteren Menschen sehr häufig vorkommen. Manchmal entwickeln sie sich allmählich, manchmal treten sie plötzlich auf – etwa nach einem Unfall, einem Schlaganfall oder einer Operation. Sich einzugestehen, dass man nun tatsächlich auf eine Gehhilfe – sei es ein Spazierstock, ein Rollator oder Unterarmgehstützen – angewiesen ist, fällt jedoch immer schwer.

Die rechtzeitig gewählte Unterstützung kann einen großen Unterschied machen
Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Sie hilft, wieder Sicherheit zu gewinnen, den Mut zu fassen, nach draußen zu gehen oder sich ohne Angst vor einem Sturz einfach „nur“ eine Tasse Tee zu holen. In vielen Familien bedeutet sie auch das Ende ständiger Sorgen. Wichtig ist jedoch, dass die Hilfe wirklich zu den individuellen Bedürfnissen passt – und dass sie nicht nur stützt, sondern auch ein würdevoller Begleiter ist.
Wir helfen Menschen, ihre Einschränkungen zu mildern.
Nutzen Sie den Service unserer Hilfsmittel-Ausleihe.
Viele Menschen sträuben sich zunächst lange gegen die Verwendung eines Stocks oder Rollators. Wenn sie jedoch eine Gehhilfe erhalten, die wirklich passt und gut funktioniert, sagen sie oft: „Warum habe ich mir das nicht schon früher besorgt?“
— rät die leitende Krankenschwester von PROMEDICUS Hauspflege
Wann ist es Zeit für eine Gehhilfe?
Viele unserer Klienten beschreiben eine ähnliche Situation: Es beginnt unauffällig. Man stolpert über eine Türschwelle, steht unsicher vom Stuhl auf, das Gehen fühlt sich „komisch“ an. Manche setzen sich „vorsichtshalber“ öfter hin, andere meiden Ausflüge oder den Gang zum Einkaufen. Zuhause stützen sie sich an Wänden oder Möbeln ab und hoffen, dass es besser wird – doch meist wird es das nicht. Der Körper verliert seine Sicherheit langsam, aber stetig. Und genau hier macht eine Gehhilfe Sinn – nicht erst nach einem Sturz.
„Wir betreuten einen Herrn nach einem Sturz, dessen Muskelkraft geschwächt war. Wochenlang traute er sich nicht mehr aus dem Haus, aus Angst, erneut zu fallen. Nach einer Woche mit Unterarmgehstützen ging er selbstständig zur Post – und das Lächeln kehrte zurück, weil er wieder ein Gefühl der Selbstständigkeit hatte.“
— erzählt Bc. Ivana Miškovská
Prävention ist immer besser als die Folgen eines Sturzes – sei es eine Prellung, ein Bruch oder der Verlust des Mutes, sich wieder zu bewegen.
Welche Gehhilfen für Senioren gibt es?
Es gibt verschiedene Arten von Gehhilfen – jede mit ihren eigenen Vorteilen und Einsatzbereichen. Das Wichtigste ist, nicht nur nach dem Aussehen zu wählen, sondern nach den individuellen Bedürfnissen – unter Berücksichtigung von Stabilität, Armkraft, Wohnumgebung und Bewegungsgewohnheiten.
- Spazierstock
Die leichteste und einfachste Variante. Geeignet für Menschen mit relativ sicherem Gang, die nur gelegentlich Unterstützung brauchen – etwa draußen auf dem Gehweg oder in der Wohnung auf langen Fluren. Spazierstöcke gibt es aus Holz oder Metall, mit klassischem Griff oder ergonomischer Handauflage. Einige Modelle sind faltbar – praktisch für Autofahrten oder Arztbesuche.
- Unterarmgehstützen (französische Krücken)
Sie werden paarweise verwendet und bieten deutlich mehr Halt – besonders zur Entlastung der Beine, etwa nach einer Hüft- oder Knieoperation oder nach Knochenbrüchen. Wichtig ist die richtige Einstellung der Länge: Sind sie zu lang oder zu kurz, können Handgelenke, Schultern oder Rücken schmerzen.
- Rollator (Gehwagen)
Die beste Wahl bei sehr unsicherem oder eingeschränktem Gehen. Er bietet maximale Stabilität und ermöglicht auch Pausen – viele Modelle haben einen eingebauten Sitz. Sie werden sowohl zuhause als auch draußen genutzt – etwa beim Arztbesuch, auf der Post oder beim Einkauf. Moderne Rollatoren sind mit Bremsen, klappbarem Rahmen, Einkaufskorb und höhenverstellbaren Griffen ausgestattet.

„Ein Rollator ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Werkzeug zur Selbstständigkeit. Er hilft nicht nur beim Gehen, sondern auch bei der Orientierung im Raum. Menschen fühlen sich damit sicherer – und das gibt ihnen die Kraft, sich wieder zu bewegen.“
— sagt Bc. Ivana Miškovská
Worauf sollte man bei der Auswahl achten?
Die Auswahl ist keineswegs einfach, denn jeder Mensch ist anders. Manche bevorzugen etwas Leichtes, Kompaktes, andere brauchen etwas besonders Stabiles. Wichtig ist, dass die Gehhilfe:
- die richtige Höhe hat (Stock und Rollator sind verstellbar),
- zur Armkraft passt (schwerer ist nicht immer besser),
- mit der Wohnumgebung kompatibel ist (enge Türen, Teppiche, Aufzug),
- rutschfest und sicher ist (Gummifüße, Bremsen),
- und dass man den Umgang damit beherrscht.
Woran erkennt man, dass es Zeit für eine Gehhilfe ist?
- Unsicherheit beim Gehen oder Aufstehen
- Angst vor einem Sturz oder Meiden längerer Wege
- Schwankender Gleichgewichtssinn, Stolpern, Zögern auf Treppen
- Nach einer Operation, einem Unfall oder während der Rehabilitation
- Gehen ist anstrengend und verlangsamt
Zögern Sie nicht, sich beraten zu lassen.
Die richtige Gehhilfe kann mehr bewirken, als Sie heute vielleicht glauben. Wir sind für Sie da – menschlich, geduldig und mit Respekt.
Hilfsmittel, die im Alltag wirklich helfen
- Rollatoren (mit und ohne Räder)
- Gehstöcke, Unterarmgehstützen
- Antidekubitusmatratzen gegen Wundliegen
- Servier- und Beistelltische
- Haltegriffe und Patientenlifter für sicheren Transfer
- Bewegungstrainer / Mini-Heimtrainer
- Haltegriffe für Bad und WC
- Toilettenstuhl / WC-Aufsatz
- Duschstuhl oder Badewannen-Sitzbank – für sicheres Duschen im Sitzen, minimiert das Sturzrisiko.
Die richtige Kombination von Hilfsmitteln macht aus einer Wohnung ein sicheres Umfeld, in dem Pflege mit minimalen Einschränkungen und maximaler Würde möglich ist.



