Wie man Medikamente zu Hause sicher aufbewahrt und einnimmt 

Aug. 6, 2025 | Pflege

Wie man Medikamente zu Hause sicher aufbewahrt und einnimmt

Medikamente gehören zum Alltag vieler Senioren und chronisch kranker Patienten. Viele von ihnen nehmen mehrere Präparate gleichzeitig – manche täglich, andere nur „bei Bedarf“. Deshalb ist es äußerst wichtig zu wissen, wie man Medikamente zu Hause sicher aufbewahrt und richtig einnimmt, damit sie helfen – und nicht schaden. Schon ein kleiner Fehler, ein Vergessen oder unsachgemäße Lagerung kann großen Schaden anrichten. 

Warum ist die richtige Aufbewahrung von Medikamenten so wichtig? 

In vielen Haushalten finden sich Medikamente in Schubladen, auf Nachttischen, im Wohnzimmer oder im Kühlschrank neben dem Joghurt. Einige sind geöffnet, andere abgelaufen oder falsch beschriftet. Genau hier entsteht das Risiko einer Verwechslung, falschen Dosierung oder vergessenen Einnahme

„Je mehr Medikamente jemand nimmt, desto wichtiger ist ein einfaches, übersichtliches System – eine geordnete Box, beschriftete Verpackungen und ein fester Rhythmus. Das hilft nicht nur den Patienten, sondern auch den Pflegenden,“ 
sagt Bc. Ivana Miškovská, leitende Krankenschwester von PROMEDICUS häusliche Pflege

Besonders blutverdünnende Medikamente, Mittel gegen Diabetes oder Schlafmittel sind sehr empfindlich gegenüber Dosierungsfehlern. Schon eine zu späte, doppelte oder falsch kombinierte Einnahme kann unerwünschte Nebenwirkungen verursachen. 

Wo und wie sollten Medikamente zu Hause aufbewahrt werden? 

Grundsätzlich gilt: Medikamente sollten an einem trockenen, kühlen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung gelagert werden – außer Reichweite von Kindern und Haustieren. Sie dürfen keinen großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sein, also nicht in der Küche neben dem Herd oder auf der Fensterbank

Geeignete Orte für die Aufbewahrung von Medikamenten: 

  • Schublade im Schlafzimmer 
  • Geschlossener Schrank im Wohnzimmer 
  • Spezielle Medikamentenbox – am besten mit Fächern für Wochentage und Tageszeiten 
  • Verschließbare Kunststoffdose im Badezimmerschrank (wenn es dort nicht zu feucht ist) 

Was gehört in eine gut organisierte „Medikamentenbox“? 

  • Medikamentenbox mit Fächern für Tage und Tageszeiten 
  • Übersichtsliste aller aktuell eingenommenen Medikamente 
  • Kurze Beschreibung, „wofür das Medikament ist“, z. B. in einfachen Sätzen 
  • Medikamente für akute Beschwerden (z. B. gegen Durchfall, Fieber, Schmerzen) 
  • Telefonnummer des Arztes oder der Pflegekraft 
  • Kleiner Beutel für abgelaufene oder nicht verwendete Medikamente – zur Abgabe in der Apotheke 

Wie lassen sich Fehler bei der Medikamenteneinnahme vermeiden? 

Fehler bei der Einnahme von Medikamenten sind bei Senioren leider sehr häufig – besonders, wenn sie viele Präparate nehmen oder Seh-, Hör- oder Gedächtnisprobleme haben. 

Typische Situationen, in denen Fehler passieren: 

  • Nach einer Änderung der Dosierung durch den Arzt 
  • Bei ähnlich aussehenden Tabletten 
  • Bei Medikamenten „nach Bedarf“ (z. B. Schmerz- oder Durchfallmittel) 
  • Wenn der Patient nicht weiß, wofür die Medikamente sind 

Praktische Tipps aus der Pflegepraxis 

  • Verwenden Sie eine Medikamentenbox für die ganze Woche (am besten beschriftet) 
  • Druckanleitung zur Einnahme der Medikamente und hängen Sie sie an den Kühlschrank 
  • Farbmarkierungen nutzen – z. B. rot = morgens, blau = abends 
  • Medikamententagebuch führen – wann was eingenommen wurde (hilft bei Arztkontrollen) 
  • Ablaufdaten mindestens alle drei Monate überprüfen 
Wann sollte man die Pflegekraft oder den Arzt anrufen? 

Kontaktieren Sie Ihren Arzt oder die Notaufnahme, wenn Sie Zweifel an der Dosierung haben, Medikamente verwechselt wurden oder ungewöhnliche Symptome auftreten (z. B. Schwindel, Blutungen, Halluzinationen). 

Die Pflegekräfte von PROMEDICUS häusliche Pflege helfen dabei: 

  • Ein übersichtliches Medikamentensystem einzurichten 
  • Bei der Organisation und Dosierung zu unterstützen 
  • Regelmäßig Vorräte und Einnahme zu überprüfen 
  • Mit dem behandelnden Arzt zu kommunizieren 

Ihr Lebenslauf

senden an info@promedicus-pflege.de

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